Immer mehr Eltern pucken Ihre Kinder. Das Pucken ist eine spezielle Wickeltechnik, die früher häufig angewendet wurde. Dann geriet sie lange Jahre in Vergessenheit. Beim Pucken wird das Baby mit den Armen an der Seite fest in ein Baumwolltuch eingewickelt. So ist seine Bewegungsfreiheit um Einiges eingeschränkt. Auch in sehr alten Kulturen wie der römischen oder griechischen Kultur wurde das pucken häufig angewendet. In der Zeit der Aufklärung wurde das Pucken immer unpopulärer, da man davon ausging, dass Kinder und vor allem Babys nicht durch das Pucken, aber auch nicht durch zum Beispiel Kleidung, eingeengt werden dürften, da das der freien Entwicklung schadet. Heute wird das Pucken wieder in etwas abgeänderter Form und nur als kurzfristige Wickelmethode angewendet. Vor allem bei Babys, die schlecht einschlafen oder sehr unruhig sind, wirkt das Pucken beruhigend. Man geht davon aus, dass Babys sich durch das enge Einbinden in eine weiche Decke in die Zeit, als sie noch in der Gebärmutter waren, zurück versetzt fühlen. Das wirkt sehr beruhigend und sie fühlen sich geborgen. Jedoch sollte man ein Baby auf keine Fall zu lange pucken. Denn so wird die Motorik recht stark eingeschränkt und entwickelt sich spät. Einige Untersuchungen zeigen, dass gepuckte Babys länger schlafen und auch eine längere REM-Schlafphase haben. Auch werden sie schwieriger von akustischen Reizen, wie Lärm oder Musik, geweckt. Auch bei Schreibabys kann das Pucken Wunder bewirken. Die Schreidauer wird in den meisten Fällen reduziert. Nachteil der Puckens ist, dass sich so leicht Fehlbildungen in der Hüfte entwickeln können. Daher sollte man normalerweise lieber die Breitwickeltechnik anwenden, um diesen Schäden vorzubeugen. Wer das Pucken aber nur ein oder zwei Stunden pro Tag bei seinem Baby durchführen will, kann das gerne tun. Hier kann kaum ein Schaden in der Hüfte oder der Motorik entstehen. Man wird so eher den positiven Effekt bemerken, dass das Babys besser und länger schläft. Eine alternative zum Pucken ist das Anbinden des Babys am Bauch der Mutter. Das ist auch eine schöne Gelegenheit sich mal eine Stunde eine Auszeit zu gönnen.
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